Öffentliche Erregung

Abgelegt unter: Kanzler — Tags:, , , — JF @ 21:41

Kanzlerstreit

Wer sich davon überzeugen möchte, dass es in der Politik auch früher nicht wirklich ziviler zugegangen ist, als die Talkshows noch “Frühschoppen” oder “Presseclub” hießen:


Systemvergleich

Abgelegt unter: Krise — Tags:, , , — JF @ 00:58

Kapitalismus vs. Sozialismus

53 Prozent der Amerikaner finden Kapitalismus besser als Sozialismus. Sagt eine neue Rasmussen-Umfrage. Das ist ja noch einmal knapp gut gegangen.

Aufarbeitung

Abgelegt unter: Linke — Tags:, , , — JF @ 00:26

Rebellion und Wahn

Auf kaum etwas sind die Achtundsechziger und ihre Spättruppen so stolz wie auf die Befreiung Deutschlands vom Faschismus. Das Land vergangenheitspolitisch aus der allseits beschwiegenen Herrschaft der Altnazis gelöst zu haben,  gilt bis heute als nachhaltigste und bewundernswerteste Hinterlassenschaft der Bewegung. Dazu berichtet Peter Schneider in seinem Buch “Rebellion und Wahn“, nicht ganz zur schmeichelhaften Kollektiverinnerung passend, wie sich Rudi Dutschke während der Studentenrevolte zum Nationalsozialismus  äußerte. Auf die Frage des SDS-Genossen Tilman Fichter, ob es nicht an der Zeit sei, “etwas über den Judenmord zu machen”, statt sich immer nur über die imperialistische Gewalt in Vietnam und Afrika zu erregen, erwiderte Dutsche nach einigem Zögern: “Wenn wir das anfangen, verlieren wir unsere ganze Kraft. Eine solche Kampagne ist von unserer Generation nicht zu verkraften, aus dieser Geschichte kommen wir nicht mehr heraus. Man kann nicht gleichzeitig den Judenmord aufarbeiten und die Revolution machen. Wir müssen erst einmal etwas Positives gegen diese Vergangenheit setzten.” Auch ein Standpunkt. Dazu wiederum passt sehr gut die Beobachtung des Historikers Götz Aly, der in  seinem überaus lesenswerten Geschichtsbuch “Unser Kampf” das Desinteresse der Zeitgenossen an der juristischen Aufarbeitung  des NS-Staates notierte , wie sie ab 1963 mit den Frankfurter Auschwitzprozessen begann: “Befragt man Achtundsechziger heute, erinnern sie sich nicht an einen dieser Prozesse, stattdessen ist ihnen der Kitzel präsent geblieben, die sie beim allseits beliebten, damals noch einfachen Klamottenklau erlebten oder beim Coming-Out als Steinewerfer.”

1929 again?

Abgelegt unter: Krise — Tags:, — JF @ 11:20

Schwere Depression

Nach Analyse aller ökonomischen Krisen seit 1870 (Vergleich der Daten von 251 Börsenkrächen und 97 schweren Rezessionen) sieht Harvard-Professor Robert Barro eine 20-Prozent-Chance für die US-Wirtschaft, in eine Depression zu gleiten, bei der die Wirtschaft um mindestens 10 Prozent schrumpft; die Wahrscheinlichkeit, dass es so schlimm wird wie 1929 (oder noch schlimmer) liegt danach bei 2 Prozent. Man kann das beruhigend finden - oder im Gegenteil sehr beängstigend.

Robert Barro

Mosebach

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — JF @ 10:40

Lob der Diskretion

Nach einem Blick auf die Ankündigung bei Rowohlt schickt Herr Martin Mosebach aus Frankfurt ein paar Zeilen der Anerkennung:

Lieber Herr Fleischhauer,

ich bewundere die vornehme Unauffäligkeit, ja die geradezu
selbstverleugnende Diskretion des Buchumschlages, dies zarte,
gebrochene Rot! Und freue mich auf das Buch!

Ihr
Martin Mosebach


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