Linkspartei

Wahres Gesicht

Bei dem aufmerksamen Berliner Bloggerkollegen Ingo Way findet sich folgender Eintrag, den man als Kommentar zum Linksparteifunktionär Bodo Ramelow lesen kann, der sich Hoffnungen macht, im August in Thüringen Ministerpräsident zu werden – aber auch als Beitrag zur Debattenkultur.

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“Da hat der nette Schwiegersohn Wulff mal sein wahres Gesicht gezeigt.” Wer am Vorabend des 9. November dergleichen sage, sei  “instinkt- und geschmacklos”. Einen Rücktritt Wulffs würde zwar auch er begrüßen, so Ramelow. Damit sei es aber nicht getan. Das eigentliche Problem sei, dass CDU und CSU “ihre eigene braune Vergangenheit” nicht aufgearbeitet hätten, aber stets mit dem Finger auf andere deuteten.

Der Fraktionsvize der Linken, Bodo Ramelow, am 8. November 2008, nachdem der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff in einer Talkshow zur Debatte um Managergehälter gesagt hatte: “Ich finde, wenn jemand 40 Millionen Steuern zahlt als Person und Zehntausende Jobs sichert, dann muss sich gegen den hier nicht eine Pogromstimmung entwickeln.”

Ramelow sagte dem “Tagesspiegel am Sonntag”: „Das geht schon in Richtung Pogromstimmung gegen die Repräsentanten der Linkspartei.” Kalkuliert werde in Kauf genommen, „dass es irgendwann Übergriffe gibt”.

Der Wahlkampfchef der PDS, Bodo Ramelow, am 16.7.2005, nachdem Politiker der SPD Oskar Lafontaine als “Haßprediger” bezeichnet hatten (und zwar aus den hier aufgeführten Gründen).

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1 Kommentar

  1. Achtung: Der nachfolgende Kommentar hat überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun, unter welchen er gesetzt wurde:

    Hallo Herr Fleischhauer,
    Ihre Schulfreundin Fontessa hat vollkommen Recht. Sie sind tatsächlich ein Poser. Früher (war alles besser) war man als Jugendlicher rot und dunkelte spätestens ab Mitte 20 ganz von allein nach. Mit dem Alter kam die Einsicht und die Vernunft und mit den 68ern entfielen diese wieder.
    Heute schreibt man ein Buch, statt sich zu schämen, weil man es als Siebenundvierzigjähriger (erweitern Sie doch bitte Ihren Wikipedia Eintrag um das genaue Geburtsdatum, damit man Ihnen auch gratulieren kann, Danke) hinbekommen hat, sich zu den Konservativen zu bekennen. “Sich zu den Konservativen zu bekennen” heißt aber lediglich etwas mehr Wert auf die Wahrheit zu legen. Links sein kann man nur solange, solange man nicht vergisst, sich jeden Morgen die Scheuklappen anzulegen (hier, typisch links http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:CSD_2006_Cologne_BDSM_11.jpg).

    Ich gehe hierbei natürlich lediglich vom Erscheinungsdatum Ihres neuen Buchs aus. Dass Sie auch schon länger konservativ sind, erkennt man an Ihren anderen Publikationen und man muss ja auch erstmal etwas als Konservativer erlebt haben, um es dann der ganzen deutschsprachigen Welt kundzutun und vor allem so zu tun, als sei das ein kleiner Tabubruch.

    Doch ehrlich gesagt, möchte ich es Ihnen nicht schlechtreden, denn ich meinte es gar nicht bös.

    Im Übrigen finde ich es schade, dass der Spiegel Ihnen, ganz eindeutig aufgrund ihrer Gesinnung, einen Eintrag in seinem Online-Impressum, inklusive eigener E-Mail-Adresse, verwehrt und Sie sich nicht einmal ein, den Gesetzen entsprechendes, Impressum auf dieser Seite leisten können, dafür aber Twitter benutzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Goma Terzu, Jahrgang 85

    Comment by Goma Terzu — 9. Mai 2009 @ 23:41

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