SZ

Verschwörungstheoretisch

Willi Winkler gestern in der “Süddeutschen Zeitung” verschwörungstheoretisch: Erst feiert Fleischhauer sein Coming out als Konservativer, schon kann man im Spiegel Online Shop über einen Link zu Libri Naziliteraur kaufen. Wer da wohl dahinter steckt? Fazit des SZ-Schreibers: “Die Glaubwürdigkeit des Spiegel wird unter diesem Link ins rechte Lager nicht leiden, peinlich ist es schon.” Peinlich wiederum für Winkler: Im Shop der “Süddeutschen Zeitung”, bei der er angestellt ist, kann man die Probe aufs Exempel, die Erinnerungen des im Dresdner Winkelried-Verlag erschienenen belgischen Faschisten und Littel-Inspirators Leon Degrelle, genauso problemlos erwerben. Was nur den Schluss zu lässt, dass Winkler nichts vom Internet versteht (gut denkbar) oder das bewußt missachtet hat, weil er sich irgendwie über den Spiegel beziehungsweise den Vorabdruck ärgern wollte. Kollege Winkler: Kopf hoch und selber mal ein Coming Out hinlegen, als was auch immer (ich glaube, er lässt sich fesseln).

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1 Kommentar

  1. Kann man irgendwo auch Fan von Ihnen werden? Ich bin auch unter “Linken” aufgewachsen und erkenne mich sehr gut in Ihrem Buch wieder. Als Kind eines Chefarztes, der früher immer die SPD und danach die Linkspartei gewählt hat erkenne ich immer wieder die Widersprüchlichkeit der Aussagen. Auch die Unterteilung in gut und schlechte Menschen ist mir sehr bekannt.

    Es ist schon ein Zeichen von Wichtigtuerei, dass die Schreiberlinge immer denken, sie könnten mit ihren Weltverbesserungsschreibsel die Welt tatsächlich verbessern. Das ist doch reine Psychologie. Sobald man anerkennt, dass es sich nicht lohnt gegen das Unheil der Welt anzuschreiben sondern die realität zu akzeptieren, hat man als gelernter Schreiberling doch auch gleich einen Tiefschlag für das eigene Ego. Sie werden in nächster Zeit bestimmt noch oft angefeindet werden, aber ich bin sehr dankbar, dass es mal jemanden gibt der auch mal die opfer der heutigen Mediengesellschaft vertritt. Bild oder Welt sind für jeden denkenden Menschen nämlich ein äusserst ungenügender Pflichtverteidiger.

    Alles Gute

    Comment by Quantenphysiker — 15. Mai 2009 @ 08:10

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