Conservatism ain’t no easy job
Die “taz” findet das Buch ganz und gar unnötig, weshalb sie die größten Unverschämtheiten lieber nur am Rande erwähnt (“Also. Die Frauenbewegung: nichts als eine klägliche Opferformation; Migrationspolitik ohne Selektion: geht gar nicht; die Deutschen: Menschen von erstaunlicher Gutmütigkeit”). Dieser Kollege von der “Welt” ärgert sich ein wenig, dass er nicht selber so ein Buch geschrieben hat (kleine Korrektur am Rande: die “Welt” taugt als Beleg gegen die Dominanz der Linken in der Meinungswirtschaft nur bedingt, schließlich stimmte auch in dieser Redaktion eine deutliche Mehrheit für Rot-Grün, siehe: “Unter Linken”, Seite 15). Lustigste Kritik bislang in der “jungle world”, erkennbar nichts gelesen außer dem Vorabdruck, aber der Kollege weiß, elegant das Florett zu führen. Man sollte sich mal kennenlernen – demnächst Mittagessen im Borchardt?


Dank ihres Buches kann ich mich nun endlich adäquat wehren.
Im ZEIT-online-Forum zum Auftritt von Kanzlerin Merkel bei RTL
guter Mensch:
aber wieso sind Regie und Drehbuch so wichtig?
Die CDU soll weiter am Ruder sein (möglichst ohne störende SPD).
Das ist Drehbuch und Regie in einem Satz.
Wenn die Bertelsmann-Medien was machen für die Stimmung im Lande, dann tun die das in ihrem Sinne – ob das nun im Spiegel, im Focus oder einem anderen konzerneigenem Blatt oder dem konzerneigenen Sender RTL abgespult wird.
So wie Ypsilanti und Lafontaine niedergeschrieben und -gesendet werden, kommen erwünschte Protagonisten immer vorteilhaft aus Artikel oder Studio heraus (gerne auch in enger Kooperation mit dem Hause Springer).
Manipulation pur als Wahlkampfunterstützung aus der neoliberalen Ecke. Fehlt nur noch die INSM, die die Lampe … äh Scheinwerfer hält.
Die regelmässigen Kaffekränzchen im Kanzleramt mit Liz Mohn, Friede Springer und Angela Merkel sind sicher anregend für die deutsche Politik (und deren Ausrichtung) und über welche Themen wie berichtet wird. Ob die Damen da wohl auch Rezepte für Plätzchen und Rouladen austauschen oder ob es mehr ums wirklich eingemachte geht?
Trueman-Show Live bei Regierung und Bundestag in der Demokratie-Simulation deutscher Prägung (und niemand braucht mit dem Grundgesetz unterm Arm herumzulaufen – obwohl es ob oder wegen seiner ergreifenden Schlichtheit und Geradlinigkeit nur sehr dünn ist.).
ganz und gar unmöglicher Mensch:
Sie wollen nun aber nicht allen Ernstes behaupten, dass die konservativen Parteien eher von den Medien gefördert werden???
Also bei Nachfrage kann ich Ihnen mal die ganzen Zeitschriften, Zeitungen und Sendungen (Quer, aus der Anstalt und endlos viele mehr) aufzählen, die sehr links sind. Eigentlich 10 mal mehr als konservative Medien. Der Spiegel nimmt sich jetzt für beide Seiten gleich viel Zeit und hat auch konservative Autoren. Ja und? Müssen alle Autoren links sein? Ist man schon eine böse Zeitschrift, weil man auch mal andere Meinungen zulässt?
Immer diese etwas beschränkten Verschwörungstheorien. Auch wenn Sie es nicht gerne hören, aber es gibt auch Zeitungen und Sender die NICHT ausschliesslich links argumentieren. Aber auch nicht einseitig “neoliberal”:
Falls Sie es nicht mitbekommen haben wurde erst vor kurzem in der ZEIT die FDP kaputtgeschrieben.
Man, wachen Sie auf, da gibts keine Manipulation, nur Stimmungsmache von BEIDEN Seiten! Und wissen Sie warum? Weil wir in einer Demokratie leben!
Schauen Sie halt weiter Quer, lesen Albrecht Müller, Michael Moore und Hildebrand und verachten die Demokratie für das Sendungsbewusstsein von Menschen mit anderer Meinung!
Comment by Notwehr — 18. Mai 2009 @ 03:38