Grämliche Zeit
Für alle, die Broders überschwängliches Lob noch nicht gelesen haben, hier ein Verweis auf “Die Presse” in Wien: In Österreich darf man noch die Wahrheit sagen! Für die “Zeit” hat sich Alexander Gauland über das Buch gebeugt, Herausgeber der “Märkischen Allgemeinen” und Verfasser diverser Anleitungen zum “Konservativsein”, die der lesende Teil der Bevölkerung zur nicht allzu geringen Enttäuschung des Potsdamer Publizisten aus unerfindlichen Gründen beharrlich ignoriert. Gauland befindet grämlich: “Jan Fleischhauer wollte über den Konservativismus schreiben – nur weiß er nicht, was das ist”. Sorry, “Zeit”-Redaktion, aber genau so ein Buch wollte der Autor nicht schreiben, so etwas will nämlich niemand lesen, wie sich bei einem Blick auf jede Amazon-Liste leicht feststellen lässt (Alexander Gauland, “Anleitung zum Konservativsein”, aktueller Amazon-Verkaufsrang: 476.811).
Tags: Die Zeit, Gauland, Konservativ, Kritik


armer Herr Fleischhauer. Hab nen Auszug aus ihrem Buch im Spiegel gelesen und muss sagen, dass es echt langweilig war, aber trotzdem Wut erzeugt hat. Die Kritik von Herrn Broder hilft da auch wenig weiter, auch wenn ich den manchmal gut find. Für jemanden der im wohlbeühteten Hamburg der 60er aufgewachsen ist, sind SPD Eltern und Grünen-Wähler vielleicht links. Ihre Mutter war wohl auch weniger Links als vielmehr Moraldurchtränkt und unfähig, Kapitalismus zu analysieren oder gar zu verstehen. Ohne ihnen damit zu nahe treten zu wollen, sind ihre Zeilen ganz schöner Rotz und schon gar nicht neu. Ich lach mich kugelrund, wenn ich lese, dass “Ideen, die außerhalb der linken Vorstellungswelt siedeln, beim Theater oder Freiluftkonzerte nichts verloren haben”. Das kommt daher, dass Sie in ihrer heilen Welt aufgewachsen sind und es als rebellisch empfanden, bei McDonalds essen zu gehen. Gehen Sie mal in Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern auf ein Freiluftkonzert und erzählen mir dann was von “linker Dominanz”.
“Ich vermute, viele sind links, weil es die andern auch sind.”
Für diese bahnbrechende Erkenntnis sollten sie prämiert werden. Wahnsinn. Da muss auch der Herr Broder loben und sie verlinken das auch noch. Schönes Eigenlob.
“Linke müssen sich in Deutschland für ihre Ansichten nicht wirklich rechrfertigen.”
Fahren sie mal nach Ostvorpommern oder Uecker-Randow oder in die Sächsische Schweiz, da müssen sie sich als Linker nur auf die Fresse hauen lassen.
In welcher Welt auch immer sie leben, meine ist das nicht. So ein dämliches Geschreibsel hab ich lange nicht gelesen. Das was sie unter links verstehen ist eher der Hippi-Scheisse zuzuordnen, irgendwelchen Öko-Freaks, Technikgegnern und Emos, die nichts abstrahieren können. Aber das können Sie auch nicht, ihre Definition von dem was “links sein” heisst beweist das zu Genüge. Wer von Meinungswirtschaft schreibt, der glaubt alle möglichen abgefuckten Verschwörungstheorien. Im Klartext:
Du solltest dich mal in den Osten begeben und gucken, wie wichtig deine “Meinungswirtschaft” da ist.
Pfui, richtig abstoßend.
Dir bleibt zu sagen, dass du nie begriffen hast, was links sein bedeutet. Nie wieder Deutschland.
Kommentar von horsti — 24. Mai 2009 @ 21:26
Mit dem letzten Satz ist dann ja, Gott sei Dank, das eigentliche Anliegen des kleinen Horsti deutlich geworden.
Wo lebt denn der kleine Horsti? Dresden-Neustadt oder Leipzig-Connewitz? Wie ich immer wieder feststelle, leben nämlich dort die einzigen Menschen, die Kapitalismus wirklich verstehen, die einzigen, die sich bewußt sind, daß die “Nazis” immer und überall sind und sie selbst einer tapfer gegen diese faschistoide Mehrheit ankämpfenden Elitetruppe angehören. In Berlin oder Bremen soll es noch ein paar dieser Erlesenen geben, aber da weiß der kleine Horsti sicherlich Genaueres.
Danke, daß dieser Kommentar stehengeblieben ist und wir aufgeklärt wurden, was “wirkliches” Linkssein bedeutet.
Kommentar von Johann — 29. Mai 2009 @ 01:09
Tja das haben die “LInken” (hier horsti-borsti) und Mitbürger mit “kulturbreicherndem” Migrationshintergrund gemeinsam. Ein gestörtes Verhältniss zur deutschen Rechtschreibung und den Hang zur Mutterbeleidigung. “Ich f**ck deine Mutter”, na klar das hättste gern, nur womit willste das anstellen du Wicht!
Nie wieder horsti!
Kommentar von A.Bundy — 29. Mai 2009 @ 03:27
Ähm Johann… bei aller Richtigkeit deines Kommentars, bitte nicht Leipzig-Connewitz auf dieses linksradikale, kriminelle Pack reduzieren! Das wird der Mehrheit der Connewitzer, die aus netten und sehr unterschiedlichen Menschen besteht, nicht gerecht. Für Dresden-Neustadt oder Berlin-Kreuzberg u.a. Stadtteile kann ich natürlich nicht bürgen, vermute aber mal, dass auch dort der Mob in der Minderheit ist. Also Kritik uneingeschränkt JA, pauschale Verleumdung absolut NEIN!
Kommentar von A.Bundy — 29. Mai 2009 @ 20:16
Das geilste an den Linken sind ja ihre ellenlangen, nichtssagenden Monologe. Eindrückliches Beispiel hier von horsti. Hier zum Thema: Nur der horsti ist ein echter Linker, der seinen Marx gleich auswendig gelernt hat und jetzt meint er müsste mit diesem Stuss die Welt beglücken.
Kommentar von Kati — 30. Juni 2009 @ 04:46