Gender

Alte Zöpfe in HH

Vom Leser Johannes Schlörb kommt dieser Hinweis auf einen Fall amtlicher “Diskriminierung” beziehungsweise flagranten “Rassismus”, der in Hamburg für Aufsehen gesorgt hat und zwei Abgeordnete der Bürgerschaft, Nebahat Güclu von den Grünen und Kerstin Artus von der Linkspartei, zum energischen Eingreifen provozierte. Was sich die Hansestadt hat zu Schulde hat kommen lassen? Sie hat ein Pixi-Buch für Drittklässler in Umlauf gebracht, das die neuen Sprech- und Darstellungsweisen des “Gender Mainstreaming” vernachlässigt und zudem noch Deutsche schaubildmäßig bevorzugt. Hier der Beweis:


Weil die Hansestadt sich nicht nachsagen lassen will, gendermäßig nicht auf der Höhe der Zeit zu sein, ist man jetzt bemüht Abhilfe zu schaffen. Auf der Rätselseite des Pixi-Bändchens wird nun aus dem Rick die Svetlana, “so dass wir Migrationshintergrund und die Geschlechterfrage gleich etwas verbessert haben”, wie der zuständige Sachbearbeiter stolz erklärt. Nur so einfach ist das nicht mit dem Gender Mainstreaming: Svetlana trägt Zöpfe, und das ist natürlich wieder ein niederschmetternder Beleg für das rückständige Denken in Hamburg, “denn auch Kinder mit kurzen Haaren sind Mädchen”, wie Frau Artus von den Linken kopfschüttelnd-betrübt erklärt.

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11 Kommentare

  1. Das ist ja soziologisch sehr interessant, wie da eine sehr kleine Gruppe von Leuten es schafft, solche für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt nur als Belanglosigkeiten einzuordnenden Dinge so in den Vordergrund zu drängen. Noch erstaunlicher ist, daß da niemand sagt, “jetzt reicht’s mal, verschont uns mit dem Mist”.

    Comment by ts — 21. September 2009 @ 22:56

  2. Das irritierende an dem Spiegel-TV-Beitrag: Ich bin mir nicht sicher, ob das ganz ernst gemeint war, oder ob es sich nicht doch evtl. um eine in bester “dead pan”-Manier gemachte Persiflage auf die Auswüchse der political correctness handelte.

    Comment by Nörgler — 22. September 2009 @ 18:27

  3. Ich kann immer noch nicht glauben, dass das keine Satire ist. Das ist so absurd, da halte ich es immer noch für wahrscheinlicher, dass man uns gehörig auf den Arm nehmen will.

    Comment by Mathias Baumgart — 22. September 2009 @ 20:37

  4. Plappern Sie alles nach, was Ihnen vorgesagt wird, weil es in Ihr unlustiges Links-Rechts-Schema passt? Ganz schlecht recherchiert, Herr Fleischauer, ganz schlecht.
    Mfg, Jan Draht

    Comment by Jan Draht — 22. September 2009 @ 22:15

  5. Mittlerweile fällt den Linken ihre eigene Lächerlichkeit nicht mal mehr auf.

    Es grenzt an Wahnsinn was ein paar Handvoll schlußendlich an die Macht gekommener Alt-68er der Gesellschaft an Schaden zufügen.

    Comment by GastRitus — 24. September 2009 @ 11:49

  6. irre, einfach nur irre! was ist bloss aus Deutschland geworden! irre in der politik, irre in den medien. ich weis schon, warum ich vor gut zwei jahren ausgewandert bin. habe bisher keine sekunde bereut.

    Comment by Chris Willanders — 28. September 2009 @ 12:19

  7. Lieber Jan Fleischhauer, leider kann ich Ihre Mailadresse nirgends bekommen, daher benutze ich diese Kommentarspalte, um Ihnen zu schreiben.
    Ich habe im Juli in Griechenland Ihr Buch “Unter Linken” gelesen und noch nie in meinem Leben mich so bestätigt gefühlt wie durch dieses Buch. Ich habe auch noch nie so viele Stellen angestrichen mit meinem gelben Leuchtstift, eigentlich hätte man das ganze Buch gleich anstreichen können! Es liegt hier auf meinem Schreibtisch und Sie glauben ja gar nicht, wie häufig ich schon daraus zitiert habe!
    Ich habe Ihr Buch auf meinen 2 Webseiten http://www.israel-network.de und http://www.vonhaeftens-blog.de ganz oben auf der rechten Seite rausgestellt mit einem Link auf Amazon, damit die Leute es auch kaufen.

    Besonders freue ich mich auf den heutigen abend bei Maybritt Illner, wenngleich Sie dort gegen eine Mehrheit antreten müssen. Ich bin gespannt, wie Sie mit dem doitschen Filosofen Precht umspringen werden.

    Herzliche Grüße von einem absoluten “Fleischhauer-Fan”!

    Comment by Christian Winterhager — 1. Oktober 2009 @ 14:59

  8. Jedes Volk wählt seine Vertreter selbst. Fällt denn niemandem auf, dass das wie das PIXI-Buch (ist übrigens echt!)die wichtigen Themen dieser Welt sind! Was wollen die Linken nochmal: Raus aus Nato, Raus aus Europa, Raus aus Afganistan. Zurück nach nur Deutschland. Komisch nur… genau das will die NPD doch auch??? hmmm. Wo war nochmal der Unterschied. jetzt bin ich ganz durcheinander ;-)

    Comment by Olaf — 6. Oktober 2009 @ 23:49

  9. Unsere Pixi-Sammlung beläuft sich auf mittlerweile mehrere hundert Hefte (überlassen von Freunden, Geschwistern). An manchen Heften kann man den Wandel nachvollziehen: Im älteren Heft näht Mama noch den Turnbeutel selbst und wird der erste Kindergeburtstag von Emil gefeiert; in der aktuellen Fassung näht Mama gar nichts mehr und der erste Junge, der sein Kindergeburtstag feiert heißt: EMIR. Selbstredend habe ich die jüngere Fassung dem Schredder überlassen, ebenso wie ein Pixi-Heft über Hilfe beim Schulbau in Anatolien. Auf dem Heft standen hinten auch einige türkische Vokabeln. So schnell, wie ich dieses Heft aus dem Verkehr und dem Reißwolf überantwortet habe, kann man gar nicht gucken.

    Comment by Peter Weissenhoff — 12. Oktober 2009 @ 21:22

  10. Ja, auch mein LEUCHTSTIFT ist nach der Lektüre Ihres Buches leer – Textmarker wird mir als falsch unterstrichen, oh weia wahrscheinlich handelt es sich um ein irgendwie politisch unerwünschtes böses Wort oder muss es einfach TextmarkerIn heißen, nein auch falsch.
    Ja, auch ich habe mich dagegen gewehrt, dass unser Sohn in der Grundschule türkisch lernen soll, während gleichzeitig meine türkische Nachbarin ihren Sohn zur Verwandtschaft nach Istanbul schickte, damit er NICHT auf eine deutsche Schule muss, weil sie sie für schlechter hält, womit sie auch noch recht hat.
    Wie konnte es nur soweit kommen, fragt man sich ja permanent, und weiß eigentlich schon warum, denn die großen Antworten fussen ja doch immer auf simplen Erklärungen: WENN MENSCHEN EINFACH LANGWEILIG IST, FALLEN IHNEN VIELE DINGE EIN, UM SICH DIE ZEIT ZU VERTREIBEN.
    Ich habe übrigens bei einer Besprechung zum Aufklärungsunterricht an der Schule unserer Tochter klar formuliert, dass ich es als DISKRIMINIERUNG werten werde, wenn eine HETEROSEXUELLE Partnerschaft, in der die FRAU die Kinder zur Welt bringt und womöglich noch selbst erzieht und es einen VATER dazu gibt als rückwärts gerichtete, überkommene Lebensform aus dem vorigen Jahrhundert dargestellt werden sollte.
    Ich kann nur alle aufmuntern, sich endlich zur Wehr zu setzen gegen die linke INTOLERANZ, sonst gibt es bald einen Strafkatalog für Gedankenverbrechen . . .

    Comment by Sabine Koch — 15. Oktober 2009 @ 11:41

  11. Eine Satire? Schön wär’s. Kann aber schon deshalb nicht sein, weil mir eine der beiden Protagonistinnen persönlich bekannt ist. Und ich bin sicher, dass die beim Frühstück sagt: “Reich mir mal bitte die Salzstreuerin.”

    Comment by Claudio Casula — 12. November 2009 @ 11:20

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