Menschen bei Maischberger – Hildebrandt, Kroetz, Rogler, Fitz & einer von Außen
Tags: Bayern, Hildebrandt, Humor, Kabarett, Kroetz
Menschen bei Maischberger – Hildebrandt, Kroetz, Rogler, Fitz & einer von Außen
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Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, Oktober 14th, 2009 um 20:10 in der Kategorie Lebenswelten, Linke verfasst. Sie können die Antworten auf diesen Eintrag via RSS 2.0 feed verfolgen. Außerdem können sie selbst einen Kommentar hinterlassen und ein Link zu ihrer eigenen Seite hinzufügen.
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Hallo Herr Fleischhauer,
Ich habe die Sendung zufällig in der Wiederholung auf 3Sat gesehen. Ich war verblüfft zu sehen, wie Hildebrand, Rogler und Fitz auf ihre Thesen bzgl. Linke und Humor reagierten. Das hatte ja eine pawlow’sche Schlichtheit!
Den Kroetz möchte ich aber ausschließen. Der stand doch auf ihrer Seite. Die Staeck-Schelte brach ja so aus ihm heraus das es eine Freude war.
Ich hätte die Sendung aber spannender gefunden, wenn man statt Hildebrand, Rogler und Fitz mal Helge Schneider, Dieter Nuhr und Michael Mittermaier eingeladen hätte.
Kommentar von Roland Wolff — 15. Oktober 2009 @ 12:33
Lieber Herr Wolf,
Sie haben recht: Kroetz war großartig! Wir haben uns bestens verstanden. Er wussete augenscheinlich, auch genau, wovon die Rede war.
Kommentar von JF — 17. Oktober 2009 @ 13:11
Lieber Herr Fleischhauer,
Ich habe über das Wochenende Ihr Buch gelesen - in einem Atemzug. Eigentlich viel zu schnell, solch ein herrliches Buch solte man viel länger genießen. Jedes Kapitel ist zutreffend, sehr gut recherchiert und begründet. Vieles habe ich schon früher vermutet oder gewusst - die gemeinsamen Wurzeln der Linken und der Nazis sind mir bekannt; dieses haben schon auch andere Authoren festgestellt.
Ich habe mal im Internet eine Aussage eines Ungarn gelesen, dass die Menschen in Westeuropa einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, die um einiges größer war als die, die wir im kommunistischen Osteuropa erlebten. Daher konnte sich auch bei uns kein sogenanntes “Kulturmarksismus” entwickeln. Ihr Buch bestätigt diese Annahme.
Ich hoffe nur, dass Ihre Karriere keinen Knick bekommt, Wahrheit ist nämlich ein Gut, dass nicht immer gerne angenommen wird; wer die Wahrheit sagt, muss ein schnelles Pferd haben.
Grüße
PS: Vielen Dank für Ihre ermutigenden Worte in Bezug auf mein Deutsch.
Kommentar von Margreth Christoph — 19. Oktober 2009 @ 12:19
Lieber Herr Fleischhauer,
Ihr Buch “Unter Linken” verbindet eine realistisch-scharfsinnige Analyse mit charmant-bissigem Humor. Hätten Sie dieses längst überfällige Werk nicht geschrieben, ich hätte es gern getan (aber vermutlich längst nicht so hervorragend). Dafür danke ich Ihnen von Herzen. Marlies
Kommentar von Marlies Wildberg — 28. Oktober 2009 @ 14:20
Möchte meinen Vorrednern beipflichten. Habe gestern auch die Wiederholung der maischberger-Sendung gesehen. Die nahezu vollständig auf persönlichem Niveau geführten Attacken von Seiten Herrn Hildebrandts waren schon peinlich.
Diese Mischung aus intellektueller Unzulänglichkeit und Anstandslosigkeit, die jedoch für sich in Anspruch nimmt zum einen clever und zum anderen moralisch einwandfrei zu sein, ist befremdent.
Wenn ich versuchen darf für disen Irrsinn einen historischen Ursprung zu suchen. Die Linken, die dort versammelt waren, sind Teil einer Generation, die mit herrlichen Feindbildern aufwachsen konnte. Nazis sind böse und die Älteren haben mit ihnen mehr oder weniger kollaboriert - also ist man gegen alles für das sie (die Älteren) stehen. In dieser Eindeutigkeit war es gar nicht notwendig über irgendetwas zu reflektieren. Jetzt sind die alten Feindbilder nicht mehr da. Aber in einem beeindruckenden Beispiel von Realitätsflucht werden Wörter wie “faschistisch” immer noch benutzt und als Keule eingesetzt.
Als jungen Mann (23) beunruhigt mich das eigentlich nicht. Die geistige Mittelmäßigkeit der Ideen der 68er spricht für sich. Heute wächst eine Generation auf, die sich ein komplexen Welt stellen muss. Die Parolen der Vergangenheit werden immer mehr marginalisiert werden, da sie einfach zu nichts taugen. Sicher sie werden immer weiter wiederholt werden. Aber nicht mehr von den Schaffenden der Gesellschaft, sondern mehr vom Typus 20-Semester-Politikstudent. Der Niedergang der SPD zeigt jedoch wie wenig Deutschland noch auf diesen Unsinn reinfällt.
Kommentar von Georg Stefan — 7. November 2009 @ 13:16
Hallo Herr Georg Stefan,
wir glaubten 68 auch, dass wir in einer komplexeren Welt aufwachsen würden als die 48er Generation. Nur klar, dass die 08er Generation das auch glaubt. Für uns waren viele Politiker, Richter, Professoren und Journalisten auch von geistiger Mittelmässigkeit geschlagen und deswegen äusserst beunruhigend.
Zu dieser Zeit (68) haben halt viele jüngere eine Transformation von Konservativ nach “Links” gemacht - aus ähnlichen Gründen wie Herr Fleischhauer heute den umgekehrten Weg eingeschlagen hat (Die Eltern waren auf der anderen Seite). Diesen Austausch wird es wahrscheinlich immer geben. Wie eine Anzahl der 68er damals macht Herr Fleischhauer dies halt in der Öffentlichkeit - nichts Neues. Auch den Vorwurf der Humorlosigkeit, oder besser der Verbohrtheit, haben wir schon damals über unsere “Gegner”, die Rechten, erhoben.
Vorsicht! Der Satz: “Die Parolen der Vergangenheit werden immer mehr marginalisiert werden, da sie einfach zu nichts taugen.” könnte auch aus einer unserer Diskussionen von damals stammen…
Beste Grüsse, Klaus Wustrack, Poissy, Frankreich
Kommentar von Klaus Wustrack — 14. November 2009 @ 18:44