Unter Linken – der Film

13 Kommentare

  1. Hier zeigt jemand mehr Gesicht als Wolfgang Thierse in der DDR.

    Comment by Karl Eduard — 2. Oktober 2010 @ 14:34

  2. Der Höhepunkt für mich war die grüne Trulla, die als Begründung für gemeinsame Toiletten von einem “Zusammenwirken” gesprochen hat. Vielleicht bin ich eine Ausnahme, aber ich habe noch wirklich nie, als ich auf einer Toilette war, mit jemandem “zusammenwirken” wollen. Und wenn ich das trotzdem gewollt hätte, wäre mir wahrscheinlich die Determination dieses Oertchens so ziemlich egal gewesen.

    Comment by max — 3. Oktober 2010 @ 01:08

  3. nice :D
    Ich fürchte nur, dass nicht mehr allzu viele Interviewpartner zur Verfügung stehen werden, wenn Sie sie wie in den anderen Videos vorführen (für 500 Euro dann wahrscheinlich doch wieder o__Ô

    Comment by Leon Hartner — 3. Oktober 2010 @ 02:16

  4. Ich hätte es gut gefunden, wenn Herr Fleischhauer auch auf die Aussage von Herrn Ströbele, der “McDonald’s passt nicht in diese Gegend” (O-Ton) eingegangen wäre.

    Dazu hätte er einfach mal die McDonald’s-Esser in der angeblich so unpassenden Kreuzberger Filiale nach ihrer Meinung zu dieser These fragen können. Nach meiner eigenen Wahrnehmung erfreut sich McDonald’s gerade bei türkischstämmigen Menschen einer besonderen Beliebtheit, also sollte McDonald’s eigentlich recht gut nach Kreuzberg passen.

    Comment by Norbert Dahm — 4. Oktober 2010 @ 17:24

  5. Mist. Hab’ den Film verpasst. Wird der vielleicht irgendwann mal im Fernsehen wiederholt.

    Comment by albino — 5. Oktober 2010 @ 14:57

  6. Der ganze Film ist auf Youtube verfügbar (in vier Teile geteilt). Herrn Fleischhauer und Spiegel TV sollte’s recht sein, denn bessere und billigere Werbung für das Buch gibt’s wohl kaum.

    Comment by Norbert Dahm — 5. Oktober 2010 @ 17:28

  7. Die Krönung war die grüne Beauftragte für Gleichstellungsfragen. Man diskutiere, das Binnen-I durch ein Binnen-i zu ersetzen, um dem Dilemma des Entscheidenmüssens zwischen männlich und weiblich zu entgehen.
    Fleischhauer unterließ es leider, zu fragen, wie das denn dann wohl auszusprechen sei!
    Wegen dieses Dilemmas habe man, erzählte sie stolz, für den Kongress eigens Unisex-Toiletten eingerichtet, damit sich auch die geschlechtlich Unentschlossenen erleichtern könnten, ohne neben dem eigentlichen auch dem besonderen Druck zu unterliegen, sich vor der beabsichtigten Erleichterung unbedingt noch für ein Geschlecht entscheiden zu müssen.
    Man ist geneigt, vorzuschlagen, dass eigentlich auch ein forscher forschender Griff in den „Schlüpper“ und rudimentäre, aus dem Biologie- oder Sexualkundeunterricht in das verkiffte Jetzt herübergerettete Kenntnisse ausreichen, um zumindest vorläufig eine behelfsmäßige Entscheidung herbeiführen zu können.
    Nur mal nebenbei: Das ist der Politikernachwuchs und seine Themen! Die kommende Generation im Bundestag! In ein paar Jahren werden wir uns sogar noch nach Claudia Roth zurücksehnen

    Comment by Gernot Schmidt — 8. Oktober 2010 @ 10:22

  8. Eine Klasse Doku…ABER: Wie kann man nur Manfred Stolpe und Otto Schily verwechseln, vor allem wenn man nach der “falschen” Einblendung von Stolpe auch noch den “richtigen” Schily zeigt…das ist nicht nur schlampig sondern erweckt den Eindruck von Unkenntnis!

    Comment by thedude — 10. Oktober 2010 @ 23:08

  9. Toll. Früher nannte man Menschen wie Intendant Peymann “Salonsozialisten”: Für die Entrechteten in aller Welt eintreten, aber selbst in feinstes Tuch gehüllt Hummer speisen.

    Apropos: Es war Herr Peymann, der dem Ex-Terroristen Klar nach dessen Haftentlassung einen Job im BE angeboten hat. In einem mit Steuergeldern subventionierten Theater, wohlgemerkt.

    Das kann man drehen und wenden wie man will: So etwas macht man nicht aus Vershen; und schon gar nicht aus Menschenfreude. Hier existiert schon eine gewaltige geistige Nähe.

    Sorry, aber Peymann gehört für mich zu den Unverbesserlichen; von den “Progressiven” immer als “Ewiggestrige” bezeichnet. Nur unter gegenteiligen Vorzeichen.

    Comment by Roland Mock — 19. Oktober 2010 @ 20:11

  10. Wo ist mein Kommentar zu Peymann?

    Comment by Roland Mock — 19. Oktober 2010 @ 22:34

  11. Es ist etwas still geworden im Blog des Don Juan F.

    Haben ihm die Abschaltung des Zugangs zu den Informationen über Subventionszahlungen an die “Landwirtschaft” und die Informationen von Wikileaks, auf deren Basis sich die Bürger endlich einmal eine echte eigene Meinung bilden konnten, d. h. also ohne die weichspülende und lohnabhängige Einhilfe neunmalkluger Journalisten, etwa die Sprache verschlagen?

    Comment by Markus Graf Rosenfeld — 10. Dezember 2010 @ 10:46

  12. Ich glaube Herr Peymann ist einfach nur dumm.
    Mit Frechheit ist sowas nicht zu erklären.
    Er (auch stellvertretend für sämtliche andere) hängen an der linken Ideologie aus intellektueller Bequemlichkeit. Da ist man pauschal auf der Seite der “Guten” und kann das “Böse” und alles was man darunter gern verstanden haben möchte mit viel Lust und Spott kritisieren. Nicht zuletzt das Theater lebt davon, wie auch das Kabarett.

    Was hätte wohl Bertolt Brecht dazu gesagt? Vielleicht hätte er aus dieser Szene ein kleines Theaterstück gemacht.
    Es kann aber auch sein, wenn er das sieht, dass er sich einfach noch mal dreht und weiterschläft. Schließlich war er ja auch ein Lebemann.

    Comment by Martin — 11. Januar 2011 @ 00:05

  13. Navigation aus Navigation an
    Erstelldatum: 13.01.2011

    Der Drückerkönig und die Politik

    Nun hat die ARD doch den Bericht über die AWD und Herrn Maschmeyer gebracht. Ich finde, allzu viel Neues war nicht zu erfahren, denn ein ähnlicher Bericht wurde in der Vergangenheit schon einmal gesendet.
    In der Presse wurde er unter anderem auch als “der Drückerkönig” bezeichnet, eine aus meiner Sicht falsche Definition. Wenn man von einem Drückerkönig redet, steht für mich an erster Stelle das Unternehmen Bertelsmann (Reinhard Mohn), das mit seinen Drückerkolonnen in den 50er und 60er Jahren den Grundstein für das heutige Verlagsimperium geschaffen hat und heute noch wesentlich intensiver Einfluss auf das politische Geschehen nimmt, als ein Herr Maschmeyer. 2007 berichtete der Spiegel über den Verlagschef Heinz Bauer als Der Drückerkönig, die Sexorgien und die Bauer Vertriebs KG. Aus meiner Sicht der erste Kronprinz im Drückergeschäft und dann kommt erst Maschmeyer als 2. Kronprinz.

    Im Vorfeld der Sendung habe ich einen Bericht im Spiegel gelesen (Maschmeyer-Anwalt bedrängt TV-Intendanten
    ), dass sich Maschmeyer “massiv” gegen die Ausstrahlung des Films wehre und deshalb seinen Anwalt Prinz eingeschaltet habe. In gewisser Weise kann ich die Reaktion von Maschmeyer verstehen, nicht aus einem nicht vorhandenen Schuldbewusstsein heraus, sondern weil man nur ihn und sein Unternehmen aufs Korn genommen hat, aber keinen Blick auf Unternehmen wie die DVAG (Deutsche Vermögensberatung AG) oder HMI (Hamburg Mannheimer International, heute Teil der ERGO-Versicherungsgruppe) werfen, deren Machenschaften nicht besser als die des AWD sind.

    Die beiden Letzteren haben ganz oder teilweise ihr Vertriebssystem als Strukturvertrieb nach amerikanischem Muster aufgebaut. Wer schon mal von Amway gehört bzw. an einer der Veranstaltungen teilgenommen hat, weiß, wie ein Strukturvertrieb funktioniert. Ansonsten kann man es bei Wikipedia nachlesen. Bei der DVAG wird ebenfalls auf die enge Verflechtung mit der Politik hingewiesen, auf ehemalige und heute aktive wie Helmut Kohl, Theo Waigel, Bernhard Vogel, Horst Teltschik, Friedrich Bohl, Udo Corts, Angela Merkel, Petra Roth oder Guido Westerwelle.

    Nun, es ist sicher nicht schlecht, dass ein kleiner Ausschnitt solcher Machenschaften mal veröffentlicht wird, aber es ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Der Blick sollte weniger auf eine Person gerichtet werden, sondern auf die Politik, denn Maschmeyer hat nichts getan, was das Gesetz nicht zuließe und ganz sicher ist auch er nicht der Einzige, der solche Finanzprodukte an den Mann – die Frau gebracht hat. Das haben alle Banken gemacht und die Fachberatungen waren sicherlich auch nicht immer besser, als die von Maschmeyers Drückern. Aber es ist nicht ungesetzlich, allenfalls von den Methoden her am Rande der Legalität und die Verkaufstaktiken von Drückern sollten inzwischen doch jedermann bekannt sein. Und machen wir uns nichts vor, die Opfer von Maschmeyer hatten bei Abschluss der Verträge alle ein Euro-Flimmern in den Augen. Sie haben in der Hoffnung “investiert”, ohne weiteres Zutun gute Renditen zu bekommen und sind auf die Nase gefallen. Das liegt auch daran, dass sich viel zu wenige Menschen mit dem Hintergrund des Ausspruches “lassen sie ihr Geld für sich arbeiten” befassen.

    Maschmeyer ist nicht der einzige in diesem Land, der skrupellos genug ist, von der Unwissenheit über die Mechanismen des Kapitalistischen Systems zu profitieren, egal, wie viele er damit in ihr Unglück stürzt. Unsere Politiker machen das alle, nicht nur die genannten “Freunde” des Herrn Maschmeyer. Nur tun sich einige da eben besonders hervor, wie z. B. der Herr Riester oder der Altkanzler Schröder. Und es sind nicht nur die “wissenschaftlichen” Mietmäuler Rürup und Raffelhüschen, die zu ihrem eigenen Vorteil Thesen und Aussagen in die Welt setzen, die einer genaueren Betrachtung nicht Stand halten. Nicht nur die Politik lädt diese Mietmäuler als so genannte unabhängige Experten ein. Auch die gesamte Medienlandschaft führt sie als Experten an und es sind viele, auf die das zutrifft. Da sind die ganzen “Experten” der INSM, des IZA, des Bürgerkonvents, des Hamburger Wirtschaftsinstitut, des IFO-Instituts und wie sie noch so alle heißen. Für Geld machen die aus meiner Sicht alles und belegen es “wissenschaftlich” mit Statistiken und Zahlen, welche der Normalbürger nicht überprüfen kann. Es sind alles “Wissenschaftler”, die nicht einmal eine Halbjahresprognose auf die Reihe bekommen. Wenn sie aber Prognosen für die nächsten 50 Jahre aufstellen, werden diese Prognosen wie Bibel-Wahrheiten hingenommen, auch von der Presse. Man muss nicht wissen, sondern nur “glauben”. Gegen das Geschäft dieser Leute ist die Wahrsagerei auf der Kirmes ein ehrliches Geschäft.

    Ich kann auch Veronika Ferres verstehen, dass sie Maschmeyer “sexy” findet. Welche Frau fände 550 Millionen (Manager Magazin, die 300 reichsten Deutschen) nicht sexy? Und wie viele der reichsten Deutschen, oder überhaupt der Reichen, haben Skrupel, Menschen zu ruinieren? Das ist schließlich die Basis des Reichtums.

    Maschmeyer ist nur einer von vielen. Eigentlich nichts besonderes, nur einer von denen, die wissen, wie man seine Gier befriedigen kann.

    Comment by Margit Hutter — 18. Januar 2011 @ 06:11

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