Zahnseide = 2 Jahre +
Verwirrende Studien aus Amerika: Verheiratete Männer leben fünf Jahre länger als unverheiratete, was den gesundheitlichen Wert der Ehe belegt und in der Transplantationsmedizin dazu führt, dass ledige Männer von den Ärzten bei der Vergabe von Spenderorganen regelmäßig benachteiligt werden. Anderseits verlängert es das männliche Leben, wenn die Lebenspartnerin jünger ist, wie jetzt Forscher des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung nachweisen konnten, was sich mit der erstgenannten Studie nur unter der Bedingung verträgt, dass es vor allem darauf ankommt, verheiratet zu bleiben, nicht unbedingt aber mit der selben Frau. Noch eigenartiger: Bei Frauen hat die Ehe keinerlei Effekt auf die Lebenserwartung; sind sie mit einem jüngeren Mann liiert, sterben sie im Schnitt sogar früher als ihre Geschlechtsgenossinnen, die mit einem etwa gleich alten oder älteren Mann zusammen sind. Man wäre auf eine Erklärung gespannt. Vielleicht verursacht der Altersunterschied bei Männer und Frauen ein unterschiedliches Maß an Stress, der sich aber, und das ist wiederum die gute Nachricht, kompensieren lässt: Wer regelmäßig Zahnseide benutzt, gewinnt zwei Jahre Lebenszeit, ganz unabhängig vom Geschlecht, regelmäßiges Scrabble oder Sudoku mit anderen bringt ebenfalls fünf Jahre, auch der sonntägliche Kirchgang zahlt sich aus (+ 1,7 Jahre). Es ist also nichts verloren, Hauptsache man bleibt nicht ungebunden und allein.

